Weltmeisterschaft Südkorea 2018

Madeline Schneider und Daniela Vogelbacher bei WM in Korea

Foto: Madeline Schneider und Daniela Vogelbacher

 

Für die in Korea stattfindende 52. ISSF Weltmeisterschaft im Sportschießen, konnten sich erstmalig mit Daniela Vogelbacher und Madeline Schneider zwei Großenlüderer Schützinnen qualifizieren.
Die beiden waren bei den Wettkämpfen im südkoreanischen Changwon die einzigen deutschen Teilnehmer in ihren Wettkampfklassen der Disziplin Laufende Scheibe.


Im Programm Laufende Scheibe 10 Meter werden in zwei Wettkampfteilen jeweils 3 Serien zu je 10 Schuss, auf eine in 10 m Entfernung vorbeilaufende Scheibe abgegeben. Um die Scheibe besser erkennen zu können ist ein Zielfernrohr auf das Luftgewehr montiert.


Im ersten Teil, dem Langsamlauf bewegt sich die Zielscheibe auf der 2 Meter breiten "Schneise" innerhalb von 5 Sekunden von einer Seite zur anderen. Zu Beginn des jeweiligen Schusses ist es den Schützinnen nur erlaubt, das Gewehr in den sogenannten Voranschlag zu nehmen. Das Sportgerät darf erst in die Schulter gehoben werden, wenn die Scheibe auf der Bahn sichtbar ist.

Für die erst 15-jährige Schülerin Madeline Schneider war es die erste Teilnahme, an einer Weltmeisterschaft, in der leider nach 2004 nicht mehr olympischen Disziplin Laufende Scheibe. Ihre Gegnerinnen in der Juniorinnen Klasse kamen aus China, Russland und Armenien.


Madeline konnte trotz großer Aufregung in den drei Serien überzeugen und schoss mit Serien von 83, 84 und 80 Ringen, von jeweils 100 maximalen, ein Gesamtergebnis von 247 Ringen und belegte nach dem ersten Tag den 8 Platz. Einen Tag später wurde dann der zweite Wettkampfteil, der Schnelllauf, ausgeschossen. Hier läuft die Scheibe dann doppelt so schnell, bewältigt die Strecke, also in 2,5 Sekunden.


In diesem durch die verdoppelte Geschwindigkeit schwierigeren Teil der Disziplin Laufende Scheibe konnte Sie sogar in der ersten Serie noch ein paar Ringe gegenüber dem Langsamlauf zulegen und 85 Ringe erzielen. Mit den beiden folgenden Serien von 79 und 68 beendete Madeline ihren ersten Wettkampf auf asiatischem Boden mit 479 Ringen und dem 8. Platz.

 

Daniela Vogelbacher, die ehemalige Junioren Europameisterin, konnte ebenfalls sehr gut in den ersten Wettkampfteil starten und schoss nach Serien von 94 und 91, in der dritten Serie das beste Ergebnis aller Schützinnen mit 99 Ringen. Damit belegte Sie nach dem Langsamlauf mit 284 Ringen den 7 Platz, nur vier Ringe hinter der bis dahin erstplatzierten aus Korea. Die restlichen Teilnehmerinnen des 20 köpfigen Starterfeldes kamen in der Damenklasse aus China, Russland, Armenien sowie der Ukraine, Japan, Vietnam und Nord- und Südkorea.


Der Schnelllauf startete für Daniela mit hervorragenden 94 Ringen sehr gut. Jedoch schoss sie in der 2. Serie eine 1 und dann noch eine 5, sodass sie nach den 92 Ringen in der 3. Serie mit 550 Ringen den 12. Gesamtplatz belegte. Das ist umso schade, da ihr nur 11 Ringe für das Finale der besten vier Schützinnen fehlten.

 

Den folgenden freien Wettkampftag nutzen die beiden, um sich bei einer Stadtbesichtigung die Millionenstadt an der Südostküste von Korea anzuschauen.


Am Dienstag, den 11.09.2018 stand dann der Wettbewerb der Laufenden Scheibe 10 Meter Mix an. Im Gegensatz zum ersten Wettkampf wird hier die Geschwindigkeit zwischen Langsam- und Schnelllauf zufällig ausgewählt und ist vorher nicht bekannt. Auch werden nur jeweils 2 Serien pro Wettkampfteil geschossen.


Die 4. der Weltmeisterschaft von 2014 Daniela Vogelbacher, startete mit zwei 91’er Serien in den Wettbewerb und belegte nach der Hälfte der abzugebenden Schüsse den 7 Einzelplatz. Im anschließend folgenden 2. Durchgang konnte sich Daniela noch einmal steigern und 4 Ringe mehr auf die Scheiben bringen. Mit 182 und 186 Ringen belegte die in Frankfurt arbeitende und wohnende Nationalmannschaftsschützin mit sehr guten 368 Ringen den 7. Rang. Erste wurde die Chinesin Li Su mit einem neuen Weltrekord von 391 Ringen.


Madeline Schneider trug zeitgleich zu der Damenklasse ihren Wettkampf in der Juniorenklasse aus.

Nach einer 1. Serie von 82 Ringen, konnte sie sich in der folgenden Serie noch einmal steigern und erzielte 89 Ringe. Mit den sehr guten 171 Ringen belegte sie zur Halbzeit den 6. Rang. Im zweiten Wettkampfteil konnte Madeline dann leider nicht mehr ganz an die hervorragenden ersten beiden Serien anknüpfen und schoss eine 72er und 77er Serie. Das reichte am Ende zu dem 8. Rang in der Einzelwertung für die dreifache Deutsche Meisterin.

Der Schützenverein Großenlüder ist sehr stolz auf das Auftreten der beiden Nationalmannschaftsschützinnen bei den diesjährigen Weltmeisterschaften. Vor allem vor dem Hintergrund, das anders als in Asien in Deutschland reine Amateure den Schießsport ausüben und ihn weitestgehend alleine finanzieren müssen.
Wir wünschen Madeline und Daniela für ihre sportliche und persönliche Zukunft alles Gute und freuen uns bei Gelegenheit, eure Teilnahme gemeinsam würdigen und feiern zu können.

Aus der Fuldaer Zeitung vom 15.09.2018

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